Was ist regenerativer Baumwolle? Warum sie die Zukunft von nachhaltigem Denim ist

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Warum nachhaltige Mode mehr braucht als Bio-Baumwolle

Nur etwa 1,4 % der weltweit produzierten Baumwolle ist biologisch. Die Nachfrage steigt weiter, doch der Übergang von konventioneller zu biologischer Landwirtschaft verläuft langsam. Es dauert drei Jahre, bis ein Betrieb zertifiziert werden kann. Deshalb setzen wir auch auf Cotton in Conversion, um Bauern in diesen entscheidenden Übergangsjahren zu unterstützen.

Gleichzeitig ist der Zustand unserer Böden alarmierend. Jahrzehntelange intensive Landwirtschaft hat sie ausgelaugt. Laut der Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen verlieren wir alle fünf Sekunden die Fläche eines Fußballfeldes an gesunder Erde.

Mit Bio-Baumwolle allein werden wir unsere Klimaziele nicht erreichen. Zwar sorgt ökologische Landwirtschaft für gesündere Böden als konventionelle Methoden, doch regenerative Landwirtschaft geht einen Schritt weiter: Sie stellt Böden wieder her, die CO₂ aufnehmen können. CO₂-Emissionen sind die Hauptursache des Klimawandels. Wir brauchen also eine Landwirtschaft, die nicht nur weniger Schaden anrichtet, sondern aktiv zerstörte Böden regeneriert.

Und genau hier kommt regenerative Landwirtschaft ins Spiel.

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Was ist der Unterschied zwischen Bio- und regenerativem Baumwolle?

Sowohl biologische als auch regenerative Landwirtschaft sind besser für den Planeten als konventionelle Methoden. Doch sie setzen unterschiedliche Schwerpunkte.

  • Bio-Baumwolle definiert sich über das, was du nicht verwendest: keine synthetischen Pestizide, keine chemischen Düngemittel, kein gentechnisch verändertes Saatgut. Sie schützt Bauern und Umwelt vor schädlichen Chemikalien.

  • Regenerativer Baumwolle hingegen geht es darum, was du aktiv tust: die Bodengesundheit wiederherstellen, Biodiversität fördern und Kohlenstoff im Boden binden. Es ist eine Form der Landwirtschaft, die Ökosysteme regeneriert, statt sie nur zu erhalten.

Beide Ansätze schließen sich nicht aus, im Gegenteil: Sie ergänzen sich gut. Doch regenerative Landwirtschaft geht einen Schritt weiter, weil sie sich auf messbare Ergebnisse konzentriert: gesündere Böden, mehr Tier- und Pflanzenleben, CO₂, das der Atmosphäre entzogen wird. So kannst du es dir vorstellen: Bio-Landwirtschaft richtet weniger Schaden an. Regenerative Landwirtschaft repariert den Schaden.

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Regenerativer Baumwolle bei Kuyichi: wie geht es weiter?

Wir behaupten nicht, dass regenerativer Baumwolle alle Probleme von heute auf morgen lösen wird. Er steht noch am Anfang, und auch wir lernen Schritt für Schritt dazu.

Doch wir sind überzeugt, dass dies die Richtung ist, in die sich die Industrie bewegen muss – genauso wie wir einst an Bio-Baumwolle geglaubt haben, lange bevor sie zum Mainstream wurde.

Seit unserer AW24-Kollektion findest du regenerativen Baumwolle in verschiedenen Styles. Es ist der nächste Schritt auf unserer Reise: Landwirtschaft, die nicht nur nimmt, sondern auch etwas zurückgibt.


  • Regenerative Baumwolle gewinnt im Laufe der Zeit an Faserstärke. Dies liegt daran, dass sich die regenerative Landwirtschaft auf die Förderung gesunder Böden konzentriert, was die Qualität der Ernte verbessert.

  • Leider gibt es derzeit keine. Im Gegensatz zu Bio-Baumwolle ist der Begriff „regenerative Baumwolle“ nicht geschützt. Dennoch achten wir nicht nur auf den Baumwollanbau selbst, sondern auch auf das Leben auf den Farmen, wobei wir besonderen Wert auf die Förderung der Biodiversität legen.

  • Regenerative Baumwolle bringt viele Vorteile für Landwirte. Sie verbessert die Ernteerträge und ermöglicht es den Landwirten, durch die Vielfalt der angebauten Produkte zusätzliche Einkommensquellen zu erschließen. Insgesamt wirkt sich die regenerative Landwirtschaft positiv auf die Lebensgrundlage der Landwirte aus.