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2006 — DIE SUGAR

Nachhaltige Mode hatte damals ein Imageproblem.

Sie stand für Kompromisse. Für Kleidung, die gut für die Welt war, aber vielleicht nicht ganz so schmeichelhaft für die Figur. Für Nischenprodukte, die man eher in einem Bioladen erwartet hätte als in einem normalen Bekleidungsgeschäft.

Die Sugar änderte das.


Eine Hose, die für sich selbst sprach

Die Sugar war eine Damenjeans mit einem Low Loose Flare Schnitt. Weite Beine. Der Bund saß vorne extrem tief und hinten deutlich höher. Große Taschen, tief angesetzt.

Erkennbar an drei breiten Gürtelschlaufen auf der Rückseite. Ein Detail, das die Hose sofort von allem anderen unterschied, was damals in den Läden hing.

Eine Silhouette, die feminin und zeitgemäß wirkte.

Aus 100 % Bio-Baumwolle gefertigt.

Und sie verkaufte sich. Überall. Bei Men at Work, damals einem unserer größten Einzelhandelspartner, war sie im Nu vergriffen.

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WAS DIE SUGAR BEWIES

Bis dahin war nachhaltiger Denim vor allem eine Geschichte. Ein Prinzip. Etwas, das man erklären konnte, aber nur schwer verkaufen.

Die Sugar bewies, dass es anders geht.

Nicht indem sie Kundinnen mit Nachhaltigkeitsargumenten überzeugte. Sondern einfach dadurch, dass sie eine wirklich gute Hose war. Eine Hose, die man tragen wollte. Die gut saß. Die gut aussah.

Und die zufällig auch noch verantwortungsvoll hergestellt wurde.

Nachhaltige Mode musste kein Kompromiss sein. Das hatten wir immer geglaubt. Die Sugar hat es gezeigt.

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