Heute teilen wir Teil 9 von 25 und blicken zurück auf den Moment, in dem wir den Mut hatten, über Baumwolle hinauszudenken.
Denn wer die Industrie verändern will, muss zuerst die eigenen Rohstoffe kritisch hinterfragen.
Die Grenzen der Baumwolle
Baumwolle hat uns hierhergebracht. Aber sie hat uns auch gebremst.
Ohne Baumwolle gäbe es Kuyichi nicht. Bio-Baumwolle, um genau zu sein. Sie war unsere Daseinsberechtigung und der Beweis, dass es anders geht.
Doch um 2008 herum begann etwas an uns zu nagen. Reicht Bio-Baumwolle wirklich aus?
Die Antwort war nein. Auch Bio-Baumwolle braucht Land, Wasser und Zeit. Wer Nachhaltigkeit ernst nimmt, kann sich nicht von einer einzigen Pflanze abhängig machen. So gut sie auch sein mag.
AW08-Kampagnenshooting
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Die Suche beginnt
Also begannen wir zu forschen. Wir stürzten uns auf Materialien, mit denen wir selbst kaum Erfahrung hatten. Nicht nur für unsere Jeans, sondern für die gesamte Kollektion.
Bambus, der schnell und ohne Pestizide wächst. Hanf, robust und sparsam im Wasserverbrauch. Leinen, eine alte Faser mit neuen Möglichkeiten. Recyceltes PET, das Plastikflaschen ein zweites Leben gab.Bei jedem Material stellte sich dieselbe Frage: Kann das unsere Kleidung besser machen? Manchmal lautete die Antwort ja. Oft auch nicht.
Denim aus Sojabohnen
Ein Experiment aus dieser Zeit verdient eine eigene Geschichte: Soja-Denim. Dieser Stoff entsteht, indem Baumwollfasern mit Fasern gemischt werden, die aus dem Protein gewonnen werden, das bei der Verarbeitung von Sojabohnen übrig bleibt, einem Reststoff aus der Lebensmittelindustrie.
Diese Fasern nennt man auch Soybean Protein Fiber, kurz SPF.Das Ergebnis hat uns überrascht. Der Stoff fühlt sich unglaublich weich an, fast wie Seide oder Kaschmir. Er nimmt Feuchtigkeit gut auf und ist atmungsaktiv. Und er verleiht Denim eine edlere Ausstrahlung und mehr Tragekomfort. Obendrein bekam ein Reststoff aus der Lebensmittelindustrie so ein zweites Leben.
In unserem Archiv liegt bis heute ein Exemplar, die Konzeptetiketten hängen noch dran. Eine greifbare Erinnerung daran, wie breit wir damals gesucht haben.
Soja-Denim – 2008
AW08-Kampagnenshooting
Suchen heißt auch scheitern
Die Modeindustrie arbeitet am liebsten mit dem, was sich bewährt hat.
Baumwolle ist berechenbar. Die gesamte Lieferkette ist darauf ausgerichtet. Maschinen, Lieferanten, Prozesse.Wir sind davon abgewichen und haben Lehrgeld gezahlt. Neue Fasern verhalten sich beim Spinnen, Weben und Färben anders. Manche Stoffe enttäuschten uns. Andere übertrafen unsere Erwartungen.
Wir wussten damals nicht, wohin das führen würde. Wir wussten nur, dass wir es versuchen mussten.
Vom Experiment zur Überzeugung
Was 2008 als Experiment begann, wurde zu einer Überzeugung, die wir nie wieder losgelassen haben. Bessere Kleidung beginnt bei besseren Rohstoffen. Und bessere Rohstoffe findet nur, wer weitersucht.
Nicht alles aus dieser Zeit hat es in die Kollektion geschafft. Aber die Fragen, die wir damals zu stellen lernten, stellen wir bis heute. Bei jeder Faser, bei jedem Stoff, bei jedem neuen Teil.
Wer die Industrie verändern will, muss zuerst die eigenen Rohstoffe kritisch hinterfragen. Das haben wir 2008 getan. Und das tun wir noch immer.
Bei diesem Achievement geht es nicht um ein einzelnes Material. Es geht um die Bereitschaft, immer weiter nach etwas Besserem zu suchen, auch wenn das, was man hat, gut genug erscheint.
Das war die 9. Geschichte unserer 25-teiligen Serie zu Ehren von 25 Jahren Kuyichi.
Bleib gespannt auf das nächste Kapitel unserer Reise. Bis dahin kannst du unsere neuesten Styles entdecken oder unser vorheriges Kapitel nachlesen.
"Can you read my thoughts? Kuyichi pioneering pure denim" – 2008
Neu eingetroffen
Bessere Kleidung beginnt bei besseren Rohstoffen.
Und bessere Rohstoffe findet nur, wer weitersucht.
25 Jahre Pure Denim Pioneering. Jedes Kapitel eine Entscheidung, jede Entscheidung ein Schritt nach vorne.
25 Jahre Pure Denim Pioneering
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